Baden Württemberg ist Sperrgebiet zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit

Kreis Ravensburg – Nachdem im Landkreis Rastatt in der vergangenen Woche bei zwei Rindern das Blauzungenvirus Typ 8 (BTV8) nachgewiesen wurde, wurden alle Landkreise in Baden-Württemberg zu Sperrgebieten zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit erklärt. In der Folge gelten nun auch im Landkreis Ravensburg Handelsbeschränkungen für nicht gegen das BTV8 geimpfte Tiere.

Das Verbringen von empfänglichen Arten (unter anderem Rinder, Schafe und Ziegen) aus der Restriktionszone ist nur noch unter gewissen Voraussetzungen möglich. Die derzeit bestehenden Handelseinschränkungen werden für mindestens zwei Jahre gelten. Treten in dieser Zeit weitere Fälle auf, verlängert sich die Frist entsprechend.

Die Blauzungenerkrankung (Blue Tongue Disease, BT) ist eine anzeige- und bekämpfungspflichtige Tierseuche bei Wiederkäuern. Das BTV-Virus wird durch Stechmücken (sogenannte Gnitzen) übertragen und ist nicht von Tier zu Tier ansteckend. Es sind viele verschiedenen Serotypen des Virus bekannt. Eine Ansteckungsgefahr für Menschen oder andere Tiere besteht nicht. „Das Virus ist für Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse können daher ohne Bedenken verzehrt werden.“, so der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, vergangene Woche in Stuttgart.

Die Blauzungenkrankheit trat in Baden-Württemberg letztmals im Jahr 2008 auf. Bei Wiederkäuern äußert sich diese durch eine Entzündung der Schleimhäute, Gefäßstauungen und Blutungen. Teilweise sterben die Tiere an der Krankheit, sie kann aber auch symptomlos verlaufen. Schafe erkranken meist schwerer als Rinder und Ziegen. Es besteht die Möglichkeit der Schutzimpfung gegen die Serotypen BTV 4 und BTV 8. Diese ist freiwillig, wird jedoch dringend empfohlen und durch das Land und die Tierseuchenkasse mit einem Zuschuss finanziell gefördert.

Nähere Informationen über die Blauzungenkrankheit sowie die Ausnahmen vom Verbringungsverbot unter www.landkreis-ravensburg.de .

Pressedienst Nr. 259
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Ravensburg, den 20.12.2018