Boden rund um Absturzstelle in Waldburg nicht wesentlich belastet

Kreis Ravensburg – In der Folge des tragischen Flugzeugabsturzes im vergangenen Dezember in Waldburg hat sich im Umkreis der Unfallstelle Kerosin auf dem Boden verteilt. Um auszuschließen, dass von dem wahrnehmbaren Kerosingeruch oder anderen Überresten des Flugzeugs Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen, hat das Landratsamt eine Überprüfung des Bodens beauftragt. Aus dem nun vorliegenden Gutachten geht hervor, dass dieser nicht wesentlich belastet und ein weiteres Einschreiten somit nicht erforderlich ist.

Das mit der Untersuchung beauftragte Ingenieurbüro entnahm auf der gesamten Absturzfläche Bodenproben aus verschiedenen Tiefen. Die Ergebnisse zeigen, dass in den oberen zehn Zentimetern (Humus) auf kleinen Teilflächen sehr geringe Mengen an Kerosin feststellbar sind. Bereits in einer Tiefe von zehn bis 30 Zentimetern sind nur noch Bruchteile dieser Mengen vorhanden. Die Bodenproben wurden bewusst nicht sofort nach dem Absturz, sondern erst im Sommer entnommen, weil auch ermittelt werden sollte, ob die Schadstoffe sich in die tieferen Schichten bewegen. Nach den Untersuchungsergebnissen ist der Boden im Bereich der Absturzfläche jedoch so aufgebaut, dass die Schadstoffe nicht in die tieferen Schichten verfrachtet werden. Daher kann davon ausgegangen werden, dass über kurz oder lang auch die verbliebenen Restmengen abgebaut werden und von den eingetragenen Stoffen keine Gefahren für Menschen und das Grundwasser ausgehen

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Ravensburg, den 20.12.2018