Schule & Bildung

Schüler an der Tafel

Welche Aufgaben und Pflichten hat der Landkreis Ravensburg als Schulträger

In den berufsbildenden Schulen im Landkreis Ravensburg wird hervorragende Arbeit geleistet. Das duale System genießt international viel Anerkennung. Während der Berufsausbildung ist die Berufsschule die zentrale Partnerin der Betriebe. An der wichtigen Nahtstelle des Übergangs von der Schule in den Beruf und damit bei der Gewinnung von Fachkräften spielen die beruflichen Schulen eine zentrale Rolle. Dabei zeichnen sich die berufsbildenden Schulen insgesamt durch ihre hohe Integrationsleistung aus. Schülerinnen und Schüler mit Hochschulreife werden in ihnen ebenso zu einem Berufsabschluss gebracht wie Jugendliche mit besonderem Förderbedarf. Auch der Erwerb von allgemeinbildenden Abschlüssen bis hin zum Abitur oder von hochqualifizierenden Weiterbildungsabschlüssen ist an beruflichen Schulen möglich.

Kreisstrategie

Der Kreistag hat mit dem Beschluss der Ziele im Rahmen seiner Kreisstrategie am 17.10.2017 die Weichen für den weiteren zukunftsorientierten Ausbau der kreiseigenen Schulen gestellt:

  1. Das Bildungsangebot an den beruflichen Schulen des Landkreises ist qualitativ hochwertig, zukunftsfähig, stabil, breitgefächert und möglichst wohnortnah.
  2. Der Unterricht findet in Schulgebäuden und Schulräumen statt, die baulich und funktionell einem zeitgemäßen Standard entsprechen. Sie sind barrierefrei. Dieses Ziel soll erreicht werden, indem bei den Schulgebäuden die erforderlichen Instandhaltungs- und Investitionsmaßnahmen durchgeführt werden.
  3. Der Unterricht ist modern, zeitgemäß und für die Schüler in den einzelnen Berufsfeldern attraktiv. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass die Schulräume zeitgemäß und funktionell ausgestattet werden und die technischen Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, die dem Stand der Technik entsprechen.

Umsetzung

Zur Erreichung dieser Ziele wird aktuell im Landkreis Ravensburg eine Regionale Schulentwicklung durchgeführt. Die regionale Schulentwicklung schafft im Interesse aller Beteiligten langfristige Perspektiven für leistungsstarke Schulstandorte, die einen sachgerechten und effizienten Einsatz von Personal und Sachmittel erlauben. Sie soll immer kleiner werdende Schulstandorte vermeiden, an denen weder die pädagogisch notwendigen Differenzierungen möglich sind, noch kurzfristig ausfallende Lehrkräfte verlässlich vertreten werden können. Gleichzeitig sollen die Schülerinnen und Schüler weiterhin den gewünschten Schulabschluss in zumutbarer Erreichbarkeit absolvieren können.

Um dies erreichen zu können, müssen langfristig ausgelegte Gesamtmodelle im Rahmen der regionalen Schulentwicklung für eine stabile zukunftsfähige Schulstruktur der beruflichen Schulen im Landkreis Ravensburg entwickelt werden. Dadurch kann erreicht werden, dass auf längere Sicht die Bildung von Kleinklassen verhindert wird und die Grundlage zur Planungssicherheit für die erforderlichen Instandhaltungs- und Investitionsmaßnahmen an den Schulgebäuden geschaffen wird.

Diese ist dringend notwendig, da wesentliche Teile der Schulimmobilien in den 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts entstanden sind und somit nun zwischen 40 und 50 Jahre alt. Es stehen Instandhaltungen in der Installationstechnik und Ertüchtigung des vorbeugenden baulichen Brandschutzes an. Zudem haben sich seit der Errichtung der Gebäude die Lehr- und Lernmethoden weiterentwickelt. An den Standorten Leutkirch und Wangen ist die Schulfusion aus dem Jahre 2014 noch nicht in allen Teilen der Gebäudeinfrastruktur nachvollzogen.

Der Landkreis Ravensburg kümmert sich als Schulträger um die sogenannten äußeren Schulangelegenheiten.


Damit ist er verantwortlich für

  • die Einrichtung, Änderung und Aufhebung von Schulen
  • den Schulhausbau
  • die Einrichtung und Ausstattung der Schulgebäude
  • die Bereitstellung der Lehr- und Lernmittel
  • die Organisation der Schülerbeförderung
  • die Namensgebung für Schulen
  • die Bereitstellung des Sekretariats-, Betreuungs- und Hausmeisterpersonals in den Schulen
  • die Mitwirkung bei der Bestellung von Schulleitern
  • die Trägerschaft des Kreismedienzentrums
  • den Sport.

Die Bereitstellung der Lehrkräfte und die Regelungen des inneren Schulbetriebs ist Sache des Landes.