Behinderung

Hilfen für Menschen mit Behinderungen

Kontakt Hilfen für Menschen mit Behinderungen und Betreuungen
Kreishaus II
Gartenstraße 107
88212 Ravensburg
Tel.: 0751/85-3349 und -3358
Fax: 0751/85-3105

Anbindung ÖPNV

Linie 1, 3, 5, 20, 30, 31, 7534, 7573
Haltestelle "Kraftwerk"

Sprechzeiten:

Bitte vereinbaren Sie mit uns vorab telefonisch einen Termin.

Die Stelle für die Planung und Koordination der Hilfen für Menschen mit Behinderungen wurde am 1. Januar 2005 eingerichtet. Mit dem Verwaltungsstruktur-Reformgesetz vom 1. Juli 2004 wurden die beiden Landeswohlfahrtsverbände in Baden-Württemberg aufgelöst und deren Zuständigkeit für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen nach SGB XII auf die Stadt- und Landkreise übertragen. Diese neue Verantwortung des Landkreises ließ die Einrichtung einer Stelle speziell für die Planung und Koordination der Hilfen für Menschen mit Behinderungen notwendig erscheinen, um die Weiterentwicklung des Hilfesystems zum Wohle der behinderten Menschen vor Ort zu betreiben. Dabei arbeitet die Stabsstelle Sozialplanung eng mit anderen Behörden, den Trägern von Einrichtungen und Diensten, Selbsthilfeorganisationen und anderen Organisationen zusammen.


Grundlagenplanung​

Für die Grundlagenplanung werden Daten aus verschiedenen Quellen erhoben, bearbeitet, ausgewertet und auf die Entwicklung des Hilfesystems bezogen. Solche Daten können aus der Statistik der Eingliederungshilfe, aus eigenen Erhebungen oder aus anderen Quellen stammen. Eine wichtige Aufgabe ist es z.B., die Zahl der Menschen mit Behinderungen, die Unterstützung durch Einrichtungen benötigen, und die Art ihres Hilfebedarfs vorauszuschätzen, um für einen bedarfsgerechten Ausbau und Umbau des Hilfesystems sorgen zu können. Außerdem gilt es, aktuelle Tendenzen und Entwicklungen aus der fachlichen Diskussion auch auf Bundes- und Landesebene zu beobachten und zu prüfen, inwieweit diese auch für den Landkreis Ravensburg relevant und wichtig sein können. Eine große Bedeutung haben dabei rechtliche Vorgaben. Z.B. macht die Möglichkeit, Leistungen für Menschen mit Behinderungen auch als persönliches Budget zu gewähren, es erforderlich, dieses Instrument der Hilfegewährung konzeptionell zu planen, damit es den daran interessierten Menschen aus dem Landkreis Ravensburg zur Verfügung gestellt werden kann.


Kreisplanung​

Eine zentrale Aufgabe der Sozialplanung ist die Bestandserhebung und Fortschreibung von Einrichtungen, Angeboten und Diensten in der Region sowie die Bedarfsermittlung und die Entwicklung von Maßnahmen und Empfehlungen. Grundlage dafür ist der vom Kreistag in seiner Sitzung am 28.09.2006 verabschiedete Behindertenhilfeplan für den Landkreis Ravensburg. Ziel unserer Planung war die Schaffung personenzentrierter Hilfen für Menschen mit Behinderung. Neben einer Flexibilisierung der Eingliederungshilfe und der Ambulantisierung der Versorgung von Menschen mit Behinderung im Landkreis Ravensburg steht die Gewährleistung einer flächendeckenden Versorgung durch Dezentralisierung im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Der Behindertenhilfeplan soll zudem Information und Transparenz über Angebote in der Region liefern, aber auch ein Instrument für investive Vorhaben und zur Kostensteuerung sein.


Einrichtungsplanung​

Die Planung von Einrichtungen wird in enger Zusammenarbeit mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales in Stuttgart, als zuständige Förderbehörde, geprüft und begleitet. Dies umfasst in erster Linie die Prüfung des Bedarfs und des Standorts, der Konzeption und des Raumprogramms sowie der Wirtschaftlichkeit und der Stellung der Einrichtung im Verbund mit anderen Einrichtungen und Diensten.


Koordination des Hilfesystems​

Die Komplexität des Systems der Hilfen für Menschen mit Behinderung im Landkreis Ravensburg mit einer Vielzahl von Einrichtungen und Diensten und ganz unterschiedlichen Bedürfnissen auf Seiten der Menschen mit Behinderung erfordert eine genaue Steuerung der Angebote und der Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen sowie eine Rückbindung an die politisch verantwortlichen Stellen im Landkreis. Hierfür übernimmt die Stabsstelle Sozialplanung die Geschäftsführung in verschiedenen Gremien auf Kreisebene, bereitet Vorlagen für den Kreistag vor und unterstützt die Zusammenarbeit der Träger untereinander.


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