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1. August bis 17. Oktober
BLENDWERK - Barocke Haltungen in der zeitgenössischen Kunst
Sonja Alhäuser, Thom Barth, Ol Fischer, Stephan Hasslinger, Ralph Merschmann,
Karl Möllers, Herbert Moser, Christa Näher, Tim Otto Roth, Daniel Spoerri,
Timm Ulrichs, Hermann Waibel, Rolf Wicker
Der Süden Deutschlands ist für seine Barockdichte bekannt. Damit ist nicht alleine
die barocke Baukunst gemeint, sondern auch eine gewisse Haltung, die sich von dem
Epochenbegriff abgesetzt hat und heute noch oder gerade wieder zu finden ist.
Hauptmerkmale dieser Haltung sind ein grenzenfreier Forschungseifer genauso
wie Üppigkeit und Überfluss im Lebensgefühl. Opulenz in Essen, Festlichkeit, Spiel
und Spektakel gehören also genauso dazu wie Erfindergeist und Wissensdurst.
Die Ausstellung ›BLENDWERK – Barocke Haltungen in der zeitgenössischen Kunst‹
nähert sich dem Thema Barock über Künstlerinnen und Künstler, die aus einer
bestimmten Haltung heraus Barockgefühl und Zeitgeist in das Hier und Jetzt zu
übersetzen versuchen und dadurch auch optisch zu neuen, gleichfalls tiefgründigen
Ergebnissen kommen. Es geht also um beispielhafte Transformationen barocker
Haltungen in der Gegenwartskunst und nicht allein um eine Wiederaufbereitung
barocker Optik im zeitgenössischen Gewand. Zugrunde liegt die Frage: Wo und
wie werden barocke Einstellungen, barockes Wissen und Lebensgefühl durch die
zeitgenössische Kunst wieder wirksam, was können sie transportieren und welcher
Optik bedienen sie sich heute? Dabei werden Ornamentik und Opulenz, Szenisches
und Überbordendes aktualisiert und zeitgemäß aufbereitet.



